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Resettlement-Bedarf 2021 weltweit: aktuelle Zahlen und Bericht von UNHCR

Am 25. Juni veröffentlichte UNHCR die aktuellen Zahlen zu den Resettlement-Bedarfen für 2021. Die Zahlen sind gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen und liegen nun bei über 1,445 Mio. Personen gegenüber 1,440 Mio. Personen für das Jahr 2020.

 

Ein kurzer Rückblick: 2019 wurden durch UNHCR insgesamt 81,671 geflüchtete Personen an 29 Länder vermittelt. 75% dieser Gruppe kommt aus nur fünf Ländern: Afghanistan, Eritrea, Demokratische Republik Kongo, Syrien und Somalia. Obwohl die Bereitschaft zur Aufnahme im Jahr 2019 gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen war, bekamen dennoch nur 4,5 % der Menschen mit Resettlement-Bedarf eine Möglichkeit, über das Programm in einen sicheren Staat zu gelangen. Leider ist die Aussicht für 2020 nicht besser – im Gegenteil, durch die Covid-19 Pandemie sind viele Aufnahmeprogramme eingestellt oder zumindest angehalten worden, und es ist noch nicht absehbar, wann sich dies wieder ändert. So ist auch zu erwarten, dass der hohe Bedarf 2021 nicht annähernd gedeckt werden wird.

 

Der Anstieg der Zahlen für 2021 spiegelt sich auf allen Kontinenten außer Afrika wider. Trotz leichtem Rückgang um 8% des Bedarfs im afrikanischen Raum ist es nach wie vor die Region mit den größten Bedarfen (617,000). Außerdem sind syrische Geflüchtete mit einem Anteil von 41% am Gesamtbedarf das fünfte Jahr in Folge die größte Gruppe mit Resettlement-Bedarf (592,000), gefolgt von Geflüchteten aus der Demokratischen Republik Kongo, dem Südsudan, Afghanistan und dem Sudan.

 

Um 489% gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist der Bedarf im amerikanischen Raum. Dies ist vor allem auf die hohe Zahl an venezolanischen Geflüchteten zurückzuführen, die sich gezwungen sehen, sich vor der sich stetig verschlechternden menschenrechtlichen und sozioökonomischen Situation in Sicherheit zu bringen. Bis Anfang 2020 haben bereits über 5 Millionen Menschen das Land verlassen, die meisten von ihnen sind in andere lateinamerikanische Länder geflohen.

 

In Asien und dem Pazifik-Raum sind die Zahlen stabil geblieben (99,470 für 2021). Hier machen afghanische Geflüchtete die größte Gruppe aus – 82,000 von ihnen allein im Iran.

 

Konstant hoch bleiben die Zahlen in Europa (423,600 für 2021) und auch hier bilden syrische Geflüchtete die größte Gruppe – sie machen über 90% des Bedarfs in der Türkei aus (383,000 Personen) gefolgt von Geflüchteten aus Afghanistan und dem Irak (jeweils 4%). Die Großzahl der geflüchteten Personen in der Türkei ist langanhaltenden schwierigen Lebensumständen ohne Aussicht auf Besserung ausgesetzt.

 

Ein Anstieg von 11% wird im Nahen Osten und Nordafrika erwartet (275,981 Personen in 2021). Wiederrum bilden syrische Geflüchtete die größte Gruppe, gefolgt von irakischen, eritreischen und sudanesischen Geflüchteten.


Den gesamten Bericht finden Sie unter: https://www.unhcr.org/protection/resettlement/5ef34bfb7/projected-global-resettlement-needs-2021.html

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mo, 29. Juni 2020

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